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Sonnenbaden

Sonnenbaden ohne Folgen...

Wer spürt sie nicht, die gute Laune sobald die ersten Sonnenstrahlen nach einem langen Winter auf die Haut treffen? Und nicht nur die Seele profitiert von der Sonne. Denn in "richtigen Dosen" eingesetzt fördert die Sonne die Bildung von Vitamin D3 in unserer Haut, was für die Knochenstabilität sehr wichtig ist. Außerdem stimuliert es die Immunabwehr.
Doch einige übertreiben es mit dem Sonnenbad , was zu Sonnenbrand, beschleunigter Hautalterung, Hauterkrankungen und in einigen Fällen auch zu Hautkrebs führen kann.

Warum kann Sonne so gefährlich sein?

Sonnenstrahlen bestehen nur zum Teil aus sichtbarem Licht, ein andere Teil besteht aus kurzwelligen, energiereichen UV-Strahlen. Dabei sind vor allem die so genannten UV A- und UV B-Strahlen von Bedeutung.
UV B-Strahlen sind die energiereicheren Strahlen, dringen aber nur bis zur so genannten Oberhaut ein. Dort kurbeln sie die Vitamin D3 Synthese an und führen in Pigmentzellen zur Bildung des braunen Melanins, was wir als gesunde Sommerbräune so schätzen. Zu hohe UV B-Strahlung verursacht jedoch Sonnenbrand: Im schlimmsten Fall können sie in unseren Zellkernen die Erbinformation schädigen, was zur Entwicklung von Hautkrebs führen kann.
UV A-Strahlen sind weniger energiereich und wurden daher lange als harmlos eingestuft. Allerdings dringen sie tiefer in die Haut ein, bis zur so genannten Lederhaut. Dort verursachen sie Reizungen und Entzündungen und führen so zu einer vermehrten Bildung von hochreaktiven chemischen Teilchen, den sogenannten freien Radikalen. Diese führen einerseits zu einer beschleunigten Hautalterung, andererseits können sie aber auch eine Sonnenallergie hervorrufen. Um trotzdem ein Sonnenbad genießen zu können sollte man sich mit dem passenden Sonnenschutzmittel schützen.

Doch was muss man bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels beachten?

Ein Sonnenschutzmittel muss heute vor UV A- und UV B-Strahlen schützen. Dazu werden chemische oder physikalische UV-Filter eingesetzt. Physikalische Filter basieren auf kleinen nicht löslichen mineralischen Partikeln im Sonnenschutzmittel. Diese mineralischen Partikel decken die Haut ab, reflektieren die Sonnenstrahlen und verhindern so deren Eindringen in die Haut. Je nach Anteil der Filter färbt das mineralische Sonnenschutzmittel die Haut weiß. Physikalische Filter haben den Vorteil, dass sie nicht in die Haut eindringen und somit auch sehr selten Allergien auslösen können. Deshalb werden Sonnenschutzmittel mit physikalischen Filtern vor allem bei sensibler Kinderhaut gerne verwendet.
Chemische Filter dringen in die Haut ein und nehmen die energiereichen Strahlen der Sonne auf und wandeln diese in energieärmere Formen um, z. B. in Wärmeenergie, die wieder abgegeben werden kann. Nachteil der chemischen Filter ist, dass sie Allergien auslösen können.
Besonders bei Kindern sollte man darauf achten, dass ein Sonnenschutzmittel wasserfest ist. Auch Sportler, die stark schwitzen profitieren von einem wasserfesten Sonnenschutzmittel.

Was bedeutet LSF und welchen LSF sollte man wählen?

Der Lichtschutzfaktor sagt aus, um wie viel länger man mit Sonnenschutz die Haut der Sonne aussetzen darf als ohne Sonnenschutzmittel. Hierbei kommt es auf die individuelle Eigenschutzzeit der Haut an, die vom Hauttyp abhängt. Sind sie ein sehr heller Typ und können nur 10 Minuten ohne einen Sonnenbrand zu bekommen in der Mittagssonne bleiben, dürfen sie mit einem LSF 30 30x länger in der Sonne bleiben, also 300 Minuten. Aber Achtung: Nachcremen verlängert die Sonnenbadzeit nicht!

Wie viel Creme oder Lotion sollte aufgetragen werden?

Um den angegebenen LSF auch zu erreichen sollte man auch genügend Sonnenschutzmittel auftragen, also auf keinen Fall sparen! Dermatologen empfehlen 25-30 ml für den ganzen Körper, das entspricht ca. 3 Esslöffeln. So sollte man pro Urlaubswoche und Person eine Flasche Sonnenschutzmittel einplanen um ausreichend geschützt zu sein.

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